HISTORIE

Der Name Dohr wird abgeleitet vom keltischen „Dunon“ und bedeutet befestigte Anhöhe.

Die ersten schriftlichen Nachweise von Dohr finden wir um 1200. Graf Gerhard von Are machte 1210 „eine villa quae dicitur Dure juxta Cochem“ (ein Hof, der Dure genannt wurde und bei Cochem lag) zum Lehen des Trierer Erzbischofs Johann I.

Um 1475 wurde erstmals eine Kapelle als Filiale der Pfarrkirche von Cochem erwähnt. In einem Visitationsbericht aus dem Jahre 1569 wurde sie als Capella in Doir bezeichnet.

Später änderte sich der Name unseres Dorfes erneut und wurde jetzt Dohor genannt.

 

Diese Historie spiegelt sich im Wappen der Gemeinde wider

Das durch ein von Rot und Silber geviertes Kreuz weist auf die jahrhunderte lange Arbeit der Trierer Kurfürsten hin.

Das Mühlrad erinnert an die weithin bekannte Dohrer Mühle im Ellerbachtal, die erst 1927 ihre Arbeit einstellte und von der heute noch Ruinen zeugen. Die Dohrer Mühle lebt in vielen Gedichten und Sagen weiter. Das Mühlrad steht auch für den bis ca. 1960 ausschließlich landwirtschaftlich geprägten Ort.

Der silberne Adler bezieht sich auf die Herrschaft der Grafen von Are.

Der stilisierte Keltenwall erinnert an den Ursprung des Dorfes und an die Ableitung des Ortsnamens vom keltischen „Dunon“.

Das blütenähnliche schwarze Ornament, dem Kelch der Filialkirche in Dohr entnommen, weist auf die damalige Zugehörigkeit der Gemeinde Dohr zur Pfarrei Cochem hin. Der Kelch wurde im 16. Jhdt. vom Pastor und Definitor zu Cochem der „Capella zu Dohor“ geschenkt.

 

Unser Dorf hatte unter zwei furchtbaren Bränden zu leiden. 1720 brannte Dohr vollständig ab. Im Jahre 1852 vernichtete ein erneuter Brand unser Dorf fast vollständig.

Auch die beiden Weltkriege hatten für den Ort schlimme Folgen. Die Tafel im Eingangsbereich der Kirche und das Kriegerdenkmal vor der Kirche zeugen davon.

Der kleine landwirtschaftlich strukturierte Ort mit 16 Häusern im Jahre 1563 nahm in den 50er Jahren eine sprunghafte Entwicklung mit dem Bau des Flugplatzes Büchel und der Dohrer Maschinenfabrik. Beleg dafür ist die Entwicklung der Einwohnerzahl von 238 im Jahre 1960 auf 761 im Jahre 2006 und die in diesem Zusammenhang erfolgte Bauland- und infrastrukturelle Erschließung mit Gemeindehaus, Schul- und Sportzentrum.

Auf dem neu gestalteten Dorfmittelpunkt stand das alte Backhaus. Im unteren Bereich befanden sich zwei Backöfen. Im oberen Bereich neben dem Eingang der Kirche war die Feuerwehr untergebracht. Die Reihenfolge, in der die Dorfbewohner das Backhaus benutzten, wurde am Vorabend des Backtages ausgelost, wobei auch die Neuigkeiten aus dem Dorfleben ausgetauscht und diskutiert wurden. Das Backhaus war somit ein Ort der Kommunikation, an dem sich nicht nur Backinteressenten einfanden, um ein Schwätzchen zu halten. Es bildete zusammen mit der Kirche den Dorfmittelpunkt.

 

Filialkirche Dohr

Faid und Dohr waren Filialen der Pfarrei Cochem. Als Faid im Jahre 1802 zur Pfarrei erhoben wurde, wurde Dohr zur Filiale der Pfarrei Faid.

Bei dem oben genannten Brand im Jahre 1720 wurde auch die Kapelle zu Dohor zerstört und 1780 wieder aufgebaut. Bei dem verheerenden Ortsbrand im Jahre 1852 wurde auch der Turm zerstört und bereits im Jahre 1853 wieder aufgebaut.

Im Jahre 1964 wurde die Kirche gründlich restauriert und drei neue Glocken angeschafft.

Im Rahmen der Dorferneuerung wurden der Dorfmittelpunkt und der Brunnenplatz in den Jahren 2005 und 2006 neu gestaltet.